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Klaus und das Seemonster

16. Januar 2012

Es war ein Tag mitten in der Woche.
Mit dem Bewusstsein, daß ich am nächsten Tag um 12 Uhr bei der Arbeit sein muß, fand ich mich letzte Woche plötzlich abends in meiner Lieblingskneipe wieder. Ich trank Alsterwasser und saß in lustiger und gemütlicher Runde inmitten lieber und meinem liebsten Menschen.
Jule stand neben mir und begann einen auf dem Tresen liegenden Flyer zu zerlegen und in eine neue Form zu bringen. Ich tat ihr nach, und es entstand folgendes:



Ja...
Was damit dann passierte ist kaum in Worte zu fassen. Deshalb hab ich mal wieder gemalt und ja, ich hab hier ganz klar übertrieben. Aber Jule hat angefangen! 
(Und es hat sich gelohnt)

Viel Spaß damit :)



~~KLAUS UND DAS SEEMONSTER~~


 Es war ein schöner Tag.
Vor einiger Zeit baute Klaus zusammen mit seinem Großvater ein wunderschönes Boot, das nur ihm allein gehörte. Wie auch an diesem Tag nutzte er seitdem jede freie Minute, um das große weite Meer zu erkunden. Er ließ sich treiben, genoß die Sonne, und er beobachtete jedes Meerestier das er traf.
Einige Tiere hatten sich schon so an ihn gewöhnt, daß sie ihn freundlich
begrüßten, wenn er vorbeigeschippert kam.
An diesem Tag traf er einen Fisch, den er nun schon lange kannte. Klaus blieb stehen, und sie hielten ein Schwätzchen.


Klaus und der kleine Fisch debattiereten gerade über die Vor- und Nachteile von Windrädern im Meer, als sich plötzlich der Himmel verdunkelte.
Dicke finstere Wolken zogen auf, und das Meer wurde unruhig. Da wo eben noch die Sonne ihre Strahlen reckte und streckte, schien es besonders düster zu sein. 
Der kleine Fisch bemerkte ein tiefes unheimliches brummendes Geräusch und konnte sich vor Angst kaum noch bewegen.


Er erschrak fürchterlich, als plötzlich ein riesiges Seemonster auftauchte.
Es hatte ein unglaublich großes Maul mit spitzen Zähnen, und es roch, als ob es sich diese noch nie geputzt hätte.
Erst stotterte der Fisch noch unverständliche Satzfetzen, dann sagte er nur schnell "Bis bald Klaus! (hoffentlich...)" und verschwand im weiten Meer.


 Das Seemonster kam immer näher, und Klaus musste vor Angst fast weinen. Nun hörte auch er dieses unheimliche Geräusch, und es kam eindeutig von dem Seemonster. "Es hat Hunger!", dachte er. "Es ist sein Magen! Der knurrt so laut! Gruselig!"
Klaus duckte sich und machte sich ganz klein. Man konnte ihn in seinem Boot fast gar nicht mehr sehen. 
So tief in seinem Boot verborgen hörte er auch noch ein anderes Geräusch. Es klang, als ob jemand schwimmen würde. "Der kleine Fisch!" rief er. "Er kommt mich retten!" Vorsichtig wagte er einen Blick über den Bootsrand.


Klaus traute seinen Augen kaum: "JEVERFLASCHE! Wir haben uns ewig nicht gesehen!" Aber seine Freude über das Wiedersehen hielt nur kurz an, denn der Magen des Seemonsters knurrte immer lauter. Klaus hatte sogar das Gefühl, daß die scharfen Zähne noch spitzer würden.
Jeverflasche guckte so böse er konnte und kratze das Seemonster so fest es nur ging.
Es jaulte auf.


Klaus staunte über den Mut der grünen Flasche, und die schimpfte und schrie das Seemonster an, daß es verschwinden solle.
Jeverflasche und er trafen sich schon einige Male. Das arme grüne Ding wurde von Jugendlichen zusammen mit einigen Artgenossen am Strand direkt am Wasser festgebunden. "Dort sollte ich kühl gehalten werden, damit ich nicht überkoche...", erzählte er Klaus einst. "Aber ich wäre fast ertrunken!"


 Damals konnte sich Jeverflasche befreien. Er sägte das Seil mit dem er gefesselt war mit seinem scharfen Kronkorken durch und trieb seitdem ziellos durchs Meer.
Das brummende Geräusch das von dem Seemonster ausging verwandelte sich nun langsam in ein enttäuschtes Grummeln. Das gräßliche Ding trat den Rückzug an. 
Klaus war beeindruckt.


Er brauchte sich nun nicht mehr verstecken und stand langsam auf. Klaus konnte sogar wieder lächeln. Siegessicher und fast spottend winkte Jeverflasche dem Seemonster hinterher
"Und komm ja nie wieder!", rief er ihm nach.


Als das Seemonster wirklich weit genug weg war, winkte auch Klaus. "Genau! Laß uns bloß in Ruhe!"
Er war stolz auf Jeverflasche. So einen tapferen Freund trifft man nicht alle Tage.
So schnell die düsteren Wolken auftauchten, so schnell verschwanden sie auch wieder. Das Meer beruhigte sich, die Sonne schien wieder in vollem Glanz.


Auch der kleine Fisch war plötzlich wieder da. "Ich bin so ein Angsthase!", sagte er entschuldigend. "Aber nun sind ja alle wieder in Sicherheit.", freute sich Klaus. "Was für ein aufregender Tag!"
Jeverflasche, der kleine Fisch und Klaus trafen sich nun fast täglich, und sie sollten den anderen Meeresbewohnern immer wieder die Geschichte von der tapferen Jeverflasche erzählen, die das böse Seemonster in die Flucht schlug.

~~ENDE~~


Als "Kulissen" für diesen Comic fand ich über die Google Bildersuche mit dem Stichwort "Meer" zwei wunderschöne Ölgemälde.

und
"Bewegtes Meer" von Catherine Buchmann

Origami Yoda

13. Januar 2012

(Link zur Amazonseite)


So heißt das Buch von Tom Angleberger, das ich neulich entdeckt habe. Eins unserer Kinder bekam es zu Weihnachten geschenkt und brachte es stolz gleich nach den Ferien mit.
Ich überflog einige Kapitel und las den Rückentext. Es ist ein schönes Jugendbuch, das sich mit der Thematik "Außenseiter sein - Und wie man damit umgeht" beschäftigt. Es ist witzig geschrieben, bringt aber auch den nötigen Ernst zu diesem Thema mit.

Das tollste an dem Buch ist aber, daß es darin eine Yoda-Origami-Anleitung gibt.
Fand ich zumindest.
Erst wollte ich es scannen und öffentlich machen. Da aber auf nahezu jeder Seite darauf hingewiesen wird, daß es sich bei dem gesamten Buch um urheberrechtlich geschütztes Material handelt, hab ich einfach einen kleinen Auszug daraus zusammengestellt. Man weiß ja nie...


Die Anleitung hab ich natürlich gleich getestet und bin ziemlich schnell darauf gekommen, daß es eigentlich nur ein wenig Fantasie braucht um das nachzustellen...

...zweimal links, einmal rechts, umdrehen, stülpen, knicken, drehen...

TADAA!


So sah er dann aus. Meine Version von einem Yoda-Orakel. Tolle Sache.
Und da ich eh gerade dabei war Bilder zu bearbeiten, hab ich ihn auch gleich nach Dagobah gebracht:

-zur größeren Ansicht aufs Bild klicken-


Viel Spaß beim Nachfalten :)

Mops meets Schröte

16. Oktober 2011

Das ist Balu:


(Quelle: Herrchens Videopost bei YouTube)

Balu ist ein unglaublich liebenswerter Mops, der bei meiner Freundin wohnt. Sie hat ihn damals bei einer Familie abgeholt, die ihn aus Gründen nicht mehr halten konnte.
Er ist sehr charmant, etwas naiv, neugierig und treu bis auf die Knochen. Und die Tatsache, daß er nur noch ein Auge hat macht ihn irgendwie noch sympathischer. Das fällt nur dann auf, wenn er einen mit seinem niedlichsten Blick anguckt, oder er gegen den Türrahmen läuft, weil er mit seinem Auge nach oben guckt, wenn jemand einen Teller in die Küche trägt. Es könnte ja was runterfallen!
Jemand kommentierte ein Foto von ihm bei Facebook etwa so "Schau mir ins Auge, Baby!"
Er bringt alles an Kindchenschema mit, was ein Mops so braucht: Großes Auge, Stupsnäschen, Schmollmundfalten, Kuschelbedürfnis, Anhänglichkeit...
Auch ich bin ihm verfallen, und ich bin sehr froh darüber, daß er eine so gute Familie gefunden hat.

Gestern war er das erste Mal hier zu Besuch. Er kam mit Frauchen und einer weiteren Freundin, und wir hatten einen supertollen Abend!
Und dann! Dann hat er Fauchi entdeckt! Erst war es ihm wohl langweilig, aber dann hat der Herr Schröte sich bewegt. Balu hat ihn ausgiebig beschnuppert, mal dran geleckt, und Fauchi war komplett in seinem Panzer verschwunden...
Dann wurde er angeschoben, und Balu kratzte auf dem Panzer rum. Vielleicht hat er gedacht, daß man den öffnen könnte, damit das lustige Tier wieder zum Vorschein kommt.
Damit das verschreckte Schrötentier nicht zuviel Angst haben muß, hab ich mich dazugelegt und ihm gut zugeredet. Und wie ich es immer mache, wenn Fauchi gestresst ist, knutsch ich ihm auf den Panzer. Eigentlich kommt er dann immer wieder raus, aber gestern hat Fauchi es vorgezogen im sicheren Panzer zu bleiben.
Aber Balu fand das wohl ganz spannend...
Die ausgiebige Fotodokumentation dazu hier:












Danke für den lustigen Abend, Mädels!

Arschlochbaum

29. September 2011

Ok...
Ich habe heute zwei... naja... sagen wir mal ... "witzige" Entdeckungen gemacht.
Vielleicht war es bei der einen Entdeckung bloß Situationskomik, und vielleicht finde die andere Entdeckung nur ich witzig... Aber das darf jeder selbst entscheiden.

Die erste Entdeckung:
Der ein oder andere kennt sie sicher schon.
"Nadine von Frauentausch".
Sie ist nicht die Entdeckung, die ich heute fand. Sie ist nur die Vorgeschichte.
Diese junge Frau zeigte im Fernsehen eine Form von "Nicht-Intelligenz", die mich überhaupt gar nicht bedrückt. Ich will extra nicht Dummheit sagen, weil das irgendwie nicht zutreffen würde. Ich kann mir gut vorstellen, wie sie vielleicht als kleines Mädchen gewesen ist, und dumm war und ist sie sicherlich nicht. Ihr fehlen einfach nur grundlegende Denkfähigkeiten, und ihr scheint es damit recht gut zu gehen. Jedenfalls sieht sie nicht wie ein trauriger Mensch aus.
Für alle die sie noch nicht kennen, oder die nochmal erinnert werden möchten, hier ein kleiner Zusammenschnitt:



"Für meine Kinder kann auch schon mal aus der Dose sein."
Die Art in der sie dort dargestellt wird ist mir irgendwie sogar sympathisch.
Nun folgendes:
Wie es schon im Titel heißt, geht es dort unter anderem auch um Erdbeerkäse (ab Minute 3). Als ich das sah fragte ich mich die ganze Zeit, was wohl dieser ominöse Erdbeerkäse sein soll. Das hatte ich noch nie vorher gehört. Ich dachte eine Weile darüber nach, dann hörte ich damit wieder auf.
Aber heute! Heute früh bei der Arbeit! Wir wollten wie jeden Donnerstag zusammen frühstücken, leerten den Kühlschrank und trugen alles auf den Tisch. Da plötzlich wurde mir alles klar!
Erdbeerkäse!


Und nochmal, weil es so schön ist:


Jetzt! weiß ich was Erdbeerkäse ist!
...
Probieren wollte ich ihn aber trotzdem nicht...

Die zweite Entdeckung:
Der ein oder andere hat sich vielleicht schon gefragt, warum der Beitrag hier eigentlich "Arschlochbaum" heißt. Das liegt an dem Baum, den ich vorhin sah.
Ich hab in fotografiert:


Erstmal sieht er vielleicht gar nicht so sehr wie ein Arschloch aus.
Wenn man das Bild jetzt aber um 180° dreht, mit einer intelligenten Schere den Hintergrund auswählt und diesen dann bei 50% Deckkraft mit #f6f5cd füllt, um das eigentliche Motiv hervorzuheben, hier ein bisschen schneidet, und da ein wenig retuschiert....
Naja dann sieht der Baum halt so aus:


Jetzt leuchtet der Titel ein, oder?
:)

Hebelwirkung

4. August 2011

Mein lieber Herr Schröterich!
Der liebe Fauchi hat draußen was lustiges gemacht. Da ich meine Kamera nicht schnell genug zur Hand hatte, kann ich nur versprechen und Stein und Bein schwören, daß er da selbst reingelaufen ist...
Er klettert da immer wieder rein, und einmal lag das Gerüst so ungünstig, daß er bei Runterfallen auf dem Rücken landete...
Nach solchen Aktionen ist er immer eingeschnappt. Er frisst dann nichtmal mehr den leckersten Löwenzahn und verkriecht sich irgendwo. Aber trotzdem macht er es immer wieder.
Lustiger Typ ;)

Alte hohle Eiche

20. Juli 2011

Am Kalkberg in Lüneburg steht ein großer Gedenkstein. Leider reicht mein Latein nicht weit. Ich weiß also nicht sooo genau worum es dabei geht.
"In Memoriam virorum in armis"
In Gedenken an die (gefallenen?) Männer (Kriegshelden?) im Krieg...?

Aber darum geht es auch eigentlich gar nicht.
Zuerst möchte ich etwas klarstellen: Ich mag es nicht, wenn Leute mit Farbe oder Messern daherkommen und tolles Kulturgut zerstören oder verschandeln.

Trotzdem musste ich lachen, als ich gestern dann das hier sah:

(Für eine größere Darstellung auf das Bild klicken.)



Wir zwei...

25. Mai 2011

... ja... Ein ungleiches Pärchen sind wir.
Aber wir sind verliebt. Also ich zumindest. Ich bin verliebt. Und da ich nicht weiß, ob unsere Kommunikationsweise wirklich die richtige ist, kann ich nicht mit Sicherheit sagen, daß auch er verliebt ist.
Mein gepanzerter Kumpel.
Letzte Nacht:
Ich liege so im Bett und schau noch ein bisschen fern. Krallen schaben auf dem Laminat, ein Panzer schleift in meine Richtung. Fauchi hat sich zu mir ans Bett getragen und sitzt da nun mit langem Hals und pustet wie er es tut, wenn er sich umguckt. Oder wenn es frische Gurke, Honigmelone oder Klee gibt. Sein Hals macht Glucksbewegungen, und er pustet aus der Nase. Ich hänge einen Arm aus dem Bett, er bepustet meine Finger und reibt seinen kleinen Kopf an meiner Hand. Ich lege meine Hand ganz leicht auf seinen Panzer und fahre vorsichtig mit meinen Fingern seine Schlidmuster nach. Er legt sich komplett ab und atmet so wie er atmet, wenn er schläft.
"Na mein großer? Bist Du auch so müde? Hey, Fauchi... Du hast schon wieder ein paar Tage nicht gegessen. Und entleert hast Du Dich schon richtig lange nicht mehr. Meine lieber Herr Schröte, wir müssen am Ball bleiben. Das gröbste hast Du überstanden, aber Du mußt weitermachen. Hörst Du? Nicht wieder schlapp machen."
Und Fauchi stellt sich wieder auf und pustet. Das macht er meistens, wenn ich mit ihm rede. Wenn ich meinen Kopf zu ihm lege und mit ihm spreche, bepustet er meinen Mund und legt seinen Kopf an meine Nase. Oder er kriecht zu meinem Brustkorb und schläft ein.
Ich sagte noch "Gute Nacht.", und ließ meine Hand bei ihm. Er drehte sich so, daß seine Panzerseite an meiner Hand lag, und sein Kopf  an meinen Fingern.
Ich schlief schnell ein.
Als ich heute morgen aufwachte fühlte ich kurz runter um zu wissen wo er liegt. Er war nicht da, aber ich hörte enthusiastische Kaugeräusche von seinem Futterplatz.
Ich freute mich.
Mir war kalt, und ich musste mal dringend ins Bad. Also schlüpfte ich schnell in meine Flauschsocken und stieg aus dem... "PITSCH!" - "IIIIEEEH!"... Ja, gut... Danke... Die Blase dürfte also leer sein, Herr Schröte!? Ich wollte mein Gewicht mit einem Schritt aufs andere Bein verlagern, damit ich die nasse Socke auszie... "FLATSCH!" - "WUÄÄÄH! FAUCHI!" ... Ja... Zweifellos wurden auch andere Organe entleert...
Er bekam davon gar nichts mit. Er saß im Salat und tötete gerade mit vollem Körpereinsatz ein Stück Gurke.
...
Ich glaube, er liebt mich auch...

Haushaltstip des Tages

11. Mai 2011

Schräge Fenster sind scheiße zu putzen... 
Bei Regen etwas Spüli von außen auf den obersten Rand des Fensters, und der Regen schäumt und spült den gröbsten Dreck weg. 


... meine Güte bin ich faul... ;)

MOPPEN!

3. Mai 2011

...äh... zu den Moppen komme ich später... (.)(.)

Ich finde, ich sollte jetzt immer montags Urlaub haben...
Es gibt Wochenenden, die ich sehr vermisse sobald sie vorbei sind. Dieses letzte Wochenende gehört absolut dazu. Ich hab Dinge getan, die ich nicht tun sollte, und ich hatte Spaß dabei.

Angefangen hat es am Freitag bei der Arbeit. Großartig! Damit unsere Ferienkinder den letzten Ferientag noch richtig genießen können, sind wir mit ihnen ins Kindertobeland gefahren. Und was soll ich sagen... Ich hatte richtig Spaß! Ich hab die Kinder mit Softbällen beschossen, ich wurde selbst beschossen, und wir haben rumgetobt wie blöd.
Ja und dann: Engelschöre ertönten, der Himmel brach auf. Ein heiliger Lichtschein fiel auf das TRAMPOLIN! In diesem Moment hätte ich jedem Seemann geglaubt, der von den verlockenden Sirenen erzählt, und daß er gar nichts anderes tun konnte als ihnen zu folgen.
Ich zog meine Gehhilfe unter der Hose zurecht und dachte an all die vielen tränenreichen und schmerzhaften Arztbesuche und Knieoperationen und an den Arzt, der mir in einer unschlagbaren Ernsthaftigkeit riet: "Frau Feyan. Es gibt Sportarten, die sie auf gar keinen Fall ausüben sollten. Joggen zum Beispiel. Und um Trampoline sollten Sie einen groooooßen Bogen machen..." In meinem Kopf hallte noch der Rest der Aufzählung der Dinge, die ich nicht tun sollte. Und während ich meinen Erinnerungen noch gequält lauschte, wurde ein anderes Geräusch lauter. Um mich herum quietschten Kinder vor lauter Hüpffreude. Und ich? Ich hüpfte mittendrin...



Meine Güte, tat das gut!
Der Preis dafür war hart, aber bezahlbar. Ich ging Treppen, als wäre ich mindestens 100 Jahre alt, hatte das ganze Wochenende lang fiese Schmerzen, aber ich war glücklich.

Es hat sich gelohnt.

Gleich nach diesem Spaß hab ich mich in den Zug gesetzt und bin die ca. 160Km zu meinem schönen Mann gefahren.
Es folgte Entspannung,


gutes Essen an der (wirklich sehr) frischen Luft


und gute Gespräche.
... dann kann ich ja jetzt auch mal zu den Moppen kommen. 
Der gute Mann erzählte mir, daß er von einer Statistik gelesen hat die beschreibt, wo auf der Welt die Frauen mit den größten Brüsten leben. Auch die BZ berichtete davon. 
Hier ein kurzer Artikel. 
So heißt es in dieser Statistik von targetmap.com zum Beispiel, daß Frauen in Skandinavien durchschnittlich recht große Brüste hätten. Frauen in asiatischen Ländern haben durchschnittlich die kleinsten Brüste.
Über diese Statistik hab ich noch einige Zeit nachgedacht. Ich dachte an Freundinnen und Bekannte, schätzte Körbchengrößen und verglich die Herkunft. Dann befand ich, daß das eine unsinnige Freizeitbeschäftigung sei und dachte nicht mehr daran.
Am Samstag waren wir dann in dieser wirklich tollen Kneipe. Wir saßen, tranken, quatschten, guckten, tranken, lachten... und äh... tranken. Irgendwann suchte ich die Örtlichkeiten auf. Auf dem Hinweg kam ich an einem jungen Mädel vorbei, die zuckersüß "Hi!" sagte. Ich grüßte lieb zurück und wunderte mich ein bisschen. Auf dem Rückweg ging ich wieder an ihr vorbei, und sie zwinkerte mir zu. Ich lächelte verlegen und dachte "Hmmm.... was hab ich denn da gerade wahrgenommen...?" und ignorierte es. Zurück am Tresen stand bereits ein neues Getränk bereit. Ich quatschte, trank, lachte und guckte weiter, bis eine junge Frau sich am anderen Ende des Tresens ein Bier bestellte. Sie lehnte sich so auf die Fläche, und ich sagte halblaut "Hmmm... vielleicht Skandinavierin..." Und da ging es mir auf. Offensichtlich geisterte mir diese Statistik noch immer durch den Kopf, und ich starrte die ganze Zeit wildfremden Damen auf ihre Körbchengrößen...
So fand ich es am Ende nur logisch weit nach Feierabend noch mit meinem Mann und einem anderen Überbleibsel dieser amüsanten Nacht weiterhin zu sitzen, zu lachen, zu trinken und mit dem schwulen Kneipenchef zu David Bowie zu tanzen.
Mein Kopf wiederum fand es am Sonntag nur logisch sich die ganze Zeit in Bodennähe aufzuhalten. Ich tat ihm den Gefallen und fuhr erst am Montag zurück.
Jetzt ist es Dienstagabend, und ich grinse noch immer.
Wochenenden die sich wie ein kleiner Urlaub anfühlen sollte es häufiger geben.


Baaaaah!

22. April 2011

Am Montag und am Dienstag haben wir mit den Kindern voll coole Schafe gebastelt.
Ich finde die so toll, daß ich die hier mal vorstellen will.

       Man braucht:

  • Schwarze Wolle
  • Weiße Wolle
  • Wackelaugen
  • Pfeifenreiniger (schwarz oder nach Vorliebe)
  • Filz (schwarz)
  • Pappe
  • Schere
  • Flüssigkleber

Aus der Pappe schneidet man vier Kreise. Zwei größere, zwei kleinere. Die müssen jeweils gleich groß sein.
Aus den Kreisen schneidet man ein Loch, so daß man quasi einen Papprahmen hat um den man die Wolle wickeln kann. Ja, und dann wird gewickelt. Man legt die beiden gleichgroßen Scheiben übereinander und umwickelt sie bis nichts mehr passt. Um die größere Scheibe wickelt man die weiße Wolle, das soll der Körper werden. Um die kleinere Scheibe wickelt man die schwarze Wolle, das soll der Kopf werden.
Je größer die Scheiben sind, desto größer werden die Schafe, und desto mehr Arbeit hat man ;)

Wenn nun nichts mehr passt, schneidet man die Wolle zwischen den beiden Scheiben vorsichtig auf und bindet fest ein etwas längeres Band drum. Und jetzt kommen auch die Pfeifenreiniger zum Einsatz. Bei dem weißen Pompon wickelt man zu dem Band noch die Pfeifenreiniger rein. Das sind die Beine. 
Die beiden "Festhaltbänder" von dem schwarzen und dem weißen Pompon knotet man eng zusammen und biegt die Beine an die richtige Stelle.
Jetzt hat man Schafskopf, -körper und Beine schonmal fertig.
Aus dem schwarzen Filz schneidet man die Ohren aus und klebt sie an den schwarzen Kopf. Die Wackelaugen können jetzt auch aufgeklebt werden,
Fertig!

Es entsand ein lustiger Haufen witzig aussehender Schafe. 

Hier ein kleiner Teil der Herde:

Und mein Schaf sieht so aus:

 Viel Spaß!

Rudolf Steiner

9. April 2011

Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll... Ich muß immernoch schmunzeln.
Von vorne am besten.
Also.
Ich kenne eine Mutter, die zwei Kinder hat. Ein siebenjähriges Mädchen und einen neunjährigen Jungen. Beide haben so ihre Schwierigkeiten in der Schule. Es ist nicht so, daß sie blöd wären oder so. Ganz im Gegenteil eigentlich. Aber beide haben immense Konzentrationsschwierigkeiten. Vor allem bei dem Jungen kann man förmlich die "Unstruktur" im Kopf spüren, wenn er nur den Raum betritt. Oft macht er Geräusche. Zum Beispiel schnalzt er mit der Zunge, stöhnt oder summt. Manchmal denke ich, daß nicht er sondern sein Gehirn die Geräusche macht. Es scheint immer als ob sein gesamtes Dasein mit Hilfe einer rostigen alten Dampfmaschine gesteuert würde. Ich kann es nicht gut erklären, aber wenn ich ihn sehe muß ich an Dinge denken, die Douglas Adams geschrieben hat.
Hier ein kleiner Auszug aus "Das Restaurant am Ende des Universums":

"Sein Mund fing an zu sprechen, aber sein Gehirn war der Meinung, der Mund habe noch nichts zu sagen, und schloss ihn wieder. Dann fing das Gehirn an, mit dem Problem zu kämpfen, was die Augen ihm eigentlich erzählten, was sie sähen, aber als es das tat, verlor es die Kontrolle über den Mund, der prompt aufklappte. Als das Gehirn die Kiefer wieder nach oben zog, verlor es die Herrschaft über die linke Hand, die ziellos in der Gegend herum fuchtelte. Eine Sekunde lang versuchte das Gehirn, die linke Hand wieder einzufangen, ohne den Mund los zu lassen, und gleichzeitig versuchte es, darüber nachzudenken, was dort in dem Eis verborgen war, was wahrscheinlich der Grund war, warum die Beine plötzlich los liefen und Arthur hinfiel. ..."

So in etwa stelle ich mir das vor.
Ich könnte jetzt noch viele Dinge über die Kinder schreiben, aber darum geht es gerade gar nicht.
Eins muß ich aber noch dazu sagen. Ich weiß nicht, wie ich mich ausdrücken soll ohne abwertend zu klingen...
Es ist so, daß die Mutter und die Kinder ziemlich... "einfach gestrickt" sind... Ja. So ist es. Ich mag die Mutter sehr gerne. Sie weiß, daß sie nicht sonderlich intelligent ist und den Kindern in diesem Bereich nicht viel bieten kann. Manchmal kommt sie und fragt wie diese und jene Hausaufgaben aus der dritten Klasse funktionieren. Sie selbst "würde das nie checken" und fragt dann lieber, um die Kinder nicht falsch zu unterstützen. Sie liebt ihre Kinder sehr und bringt wirklich so einiges auf um ihnen ein gutes Leben zu ermöglichen.

Die Mutter kam zu mir und guckte besorgt.
Ich: "Naa? Was ist los mit Dir?"
M: "Ach. Weißt Du, ich hab mal was überlegt. Weißt Du? Die beiden kommen bestimmt sowieso auf die Hauptschule... Und dann? Nix! Jetzt hab ich überlegt, ich meld die beiden auf der Rudolf-Steiner-Schule an."
Ich: "Huch? Wie kommst Du denn auf die Idee?"
M: "Jaaa... Ich hab da gehört, daß die dann später bessere Chancen haben einen Job zu kriegen. Weil viele Firmen geben der Schule Geld, und die nehmen dann auch lieber Leute, die von der Schule kommen."
Ich: "Hmm... Hältst Du das wirklich für eine gute Idee? Hast Du Dich gut über die Schule informiert? Ich meine... Dann ist alles anders. Das gesamte Schulkonzept funktioniert völlig anders als das, was Ihr bisher kennt. Und das so mitten im Schuljahr?"
M: "Ja. Ich hab da jetzt von vielen Kindern gehört, daß die auf normalen Schulen immer nur schlecht waren und so. Und dann sind die zur Rudolf-Steiner-Schule gekommen und sind jetzt richtig gute Schüler. Und ich hab auch gehört, daß die da besser lernen sich zu benehmen und so."
Ich: "Hm... Ja, sowas kam bei einigen Kindern vor. Aber das gilt nicht für jedes Kind. Melde Dich doch einfach mal da zu einem Beratungsgespräch an. Ihr könnt Euch da alles ansehen, Probeunterricht machen und das Konzept kennenlernen. Und dann kannst Du entscheiden, ob das für Euch wirklich in Frage kommen würde."
M: "Meinst Du? Ich hab jetzt schon so viel gutes von der Rudolf-Steiner-Schule gehört, das reicht mir eigentlich. Ich melde die beiden da an."
Ich: "Ich würde gut finden, wenn Ihr da vorher lieber gucken geht. Es ist nämlich schon eine große Veränderung dann. Und dann wüsstest Du ganz genau über alles bescheid."
M guckte nur. Und um die Situation ein bisschen auflockern sagte ich in einem Scherzton: "Hey! Und wenn Ihr Euch für die Schule entscheidet, kommen Deine Kinder dann irgendwann nach Hause und tanzen Dir ihre Namen vor!"
M: "HAHAHAHAHA! Quatsch! Erzähl doch keinen Scheiß! Hehehehehe!"
Ich war etwas verwirrt und sagte: "Äh... doch... Eurythmie ist ein reguläres Pflichtfach an Waldorfschulen..."
M boxt meine Schulter, sagt: "WAAS!? Bist Du bescheuert!? Ich schick doch meine Kinder nicht auf eine Waldorfschule!!! Ich bin doch kein Öko!" und tippt mit ihrem Zeigefinger an ihre Stirn.

Ja... Ich war sprachlos. Eine andere Mutter drehte sich weg, weil sie lachen musste. Ich erklärte M. kurz den Sachverhalt, und ihr war es sichtbar peinlich. Bevor sie ging sagte sich aber noch schnell: "Trotzdem melde ich die beiden da an!"

Bisher habe ich keine Updates zu ihren Plänen bekommen.
Ich bin gespannt...

:)

Autorisierter Fachhändler

6. April 2011

Eine Mutter und ein Kind gehen durch die Stadt spazieren. An einer Ladentür klebt ein Schild.
Das Kind liest: "Autorisierter Fachhändler" und überlegt. "Heißt das, daß er ein Auto hat?"
Mutter: "Nein. Dann würde da 'mobilisiert' stehen!"
Kind: "Achso! Ich dachte immer 'mobilisiert' heißt, daß man ein Handy hat!"
...

Kindheitsheld

2. April 2011

Manchmal frage ich mich, was wohl der ein oder andere meiner Kindheitshelden heutzutage so macht. Man sieht sie nicht mehr im Fernseher, und irgendwas müssen sie ja tun. ... wenn sie nicht gestorben sind

Gestern hab ich He-Man in der Stadt getroffen.


Wir haben uns kurz unterhalten, und er erzählte mir, daß er die Kämpferei für Greyskull aufgegeben hat. Er wolle nun ein "normales" Leben führen.



Jetzt arbeitet er bei der Post.
...
;)

Undercover

31. März 2011

Wenn man an sonnigen Tagen durch die Gegend geht und aufmerksam genug ist, kann man kleine lustige Dinge entdecken.
Ich zum Beispiel habe einen Undercover-Agenten ausfindig gemacht.



Ok... Ich gebs zu. Das war leicht. Seine Tarnung war nun wirklich nicht die beste...

Colliection

22. März 2011

Ja...
Da fehlen mir auch die Worte...

Dreiteiler

8. März 2011

Ich hab immer soviel Zeuch im Kopf. Schlaue Sprüche, tiefsinnige Diskusionen, Philosophien, Verschwörungstheorien, lustige Anekdoten, gruselige Erlebnisse....
Nun dachte ich, daß wenn ich hier eine Möglichkeit habe alles aufzuschreiben und schick mit Bildern oder Links zu versehen, dann würde ich nur so vor Texten sprühen.
Naja. Stattdessen sitze ich hier und male bekloppte Bilder...



Star Wars

4. März 2011

Wenn man mit Kindern arbeitet entwickelt man zwangsläufig irgendwann denkwürdige Eigenarten.
Leute zum Beispiel die dauerhaft mit kleinen Kindern arbeiten...
Die übernehmen oft die Kindersprache und reden mit ihrem Partner, als ob der nicht ganz dicht wäre. Sie helfen dem eigenen 10jährigen Kind morgens die Zahnpastatube aufzudrehen, oder sie summen in einer furchtbaren Kopfstimme "Zeigt her eure Füße" unter der Dusche. Übermässig häufiges Händewaschen und -desinfizieren kann auch eine solche Eigenart sein.
Und Leute die mit größeren Kindern arbeiten neigen ab und an dazu "Ghettosprache" zu verwenden: "'s war voll das chillaxte Weekend."
Oder ich zum Beispiel... Ich bemerke, daß ich weitaus öfter mit den Augen rolle als sonst. Außerdem gucke ich die ganze Zeit "nett".
Allerdings gibt es etwas, das ich wirklich mag. Ich bin öfter inspiriert semikomische Einbildcomics zu entwerfen.
Kinder schöpfen manchmal ganz hervorragende Wortkreationen. Vor allen Dingen, wenn sie englische Lieder mitsingen. Es scheint völlig egal zu sein, was da eigentlich gesungen wird. Hauptsache die Phonetik stimmt einigermaßen.
Lady Gagas "Just Dance" zum Beispiel:
"Schass Dää!
Gonnabi O Hee
Dödöp Dödöp
Schass Dää!"
Heute gab es ein angeregtes Gespräch  über Star Wars (meist "Starras" mit englisch gerolltem r ausgesprochen). Sie unterhielten sich darüber wer nun wessen Vater sei, und daß Yoda doch der Typ ist, der da immer diese schwarze Maske aufhat... (auch fassungsloses Kopfschütteln ist zu einer meiner Eigenarten geworden) Und dann übertrumpften sie sich mit Uhrzeiten. Wer länger aufbleiben darf, und wer heute Abend im Fernsehen die Episode 2 zuende sehen kann.
Dann ist es passiert: Sie redeten die ganze Zeit von "Clownkriegern"!
Clownkrieger!
Das konnte ich nicht unbemalt stehen lassen.

Frühling!

3. März 2011

Haaach! Ist es nicht schön...?
Ich habe draußen einen Krokus gesehen. Mühsam hat er sich durch die Erdoberfläche gepult und versucht nun zu blühen wie ein Weltmeister. Er zittert noch ein bisschen, aber das wird schon.
Wenn ich morgens lüfte, sitzen alle möglichen Vögel auf der Regenrinne draußen rum und schreien mir ins Fenster... "Tschilp! Tschilp!" und "ZILPZALP! ZILPZALP!", "ZizibÄ, ZizibÄ, ZizibÄ!"... Ich glaube es ist ein Star, der das Weckergeräusch meiner Nachbarin nachahmt. Die Amseln unterhalten und streiten sich verbal über Hausdächer hinweg. Von weiter hinten in der Straße brüllt einer: "ZwitscherPiepFlötTriller!" und am Nebenhaus kontert einer mit "FlötDudelHustPiep!"
Und man hört sie auch durchs geschlossene Fenster... auch Sonntags...
Nunja.
Ich finde das trotzdem besser, als von dem Geräusch aufzuwachen das es macht, wenn jemand seine Autoscheiben von Eis befreit.


 
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